Revista Crítica de Historia de las Relaciones Laborales y de la Política Social


ISSN versión electrónica: 2173-0822


Emilio Castelar, La fórmula del progreso. Discursos. José Luis Pérez Monereo als Herausgeber seiner Vorstudie zu "El republicanismo liberal y la idea de progreso: Emilio Castelar", Verlag Comares, Granada, 2011, 198 Seiten.

María Encarnación Gómez Rojo
Gudrun Stenglein

Zusammenfassung: Ein dem Politiker Emilio Castelar y Ripoll gewidmetes Buch, in dem nach einer einleitenden Studie von José Luis Monereo versucht wird, die wichtigsten Koordinaten des philosophischen und politischen Denkens dieser Persönlichkeit hervorzuheben. Es wird das gesamte Werk La fórmula del progreso des aus Cadiz stammenden Mannes wiedergegeben so wie der Inhalt der acht Diskurse zu verschiedenen Themen, die von rechtlichem und politischem Interesse sind.

Schlüssellwörter: José Luis Monereo, Emilio Castelar Ripoll, Demokratie, Erste Republik, Formel des Fortschritts, Oratorium.

Dieses Buch, herausgegeben von José Luis Monereo Pérez, Lehrstuhlinhaber für Arbeits- und Sozialversicherungsrecht an der Universität von Granada, enthalten in der Sammlung Crítica del Derecho de la Biblioteca Comares de Ciencia Jurídica, Abteilung andalusische Klassiker des politischen und juristischen Denkens, ist der Figur des Emilio Castelar Ripoll (geb. am 7. September 1832 in Cádiz, gest. am 25. Mai 1899 in San Pedro del Pinatar, Murcia) gewidmet. Monereo bestätigt in seiner vorläufigen Studie, dass er „die wichtigste Persönlichkeit des konservativen und evolutionären Republikanismus in unserem Land war. Er kann als einer der größten Redner der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts in Betracht gezogen werden“ (S. VII). Diese einleitende Studie erscheint in zwei Blöcke aufgeteilt. Im ersten Block, über das liberale republikanische Gedankentum des XIX. Jahrhunderts (S. VII-XXXIII), in dem nicht besonders Relevantes über die Zentralperson des Buches beigetragen wird, werden Daten über die persönliche und politische Biografie des Emilio Castelar angeboten, und zwar ausgehend von der liberalen Ideologie seiner Vorgänger, die Positionen in der Regierung der Ersten Republik innehatten, und von der Entwicklung verschiedener Positionen, die von der Verteidigung der Föderalistischen Republikanismus bis zu konservativeren gingen, weil laut Castelar die Demokratie „als ein Element des Fortschritts der Freiheit und als eine pragmatische Methode zur Erklärung für den Kampf um die politische Macht“ verstanden werden sollte (S. IX). Nach dieser Annäherung an die Figur des Politikers und Journalisten, der Zentralfigur des Buches, vertieft sich Monereo in der Ausstellung der wichtigsten theoretischen und ideologischen Schlüssel der Philosophie des Fortschritts im liberalen Republikanismus von Castelar. Er hebt den Einfluss von Autoren wie Hegel und Tocqueville auf sein Denken hervor und reproduziert Castelars Buch La fórmula del progreso, das seine erste Auflage im Jahr 1858 und eine weitere im Jahr 1870 hat. Das hier rezensierte Buch enthält zwei Prologe. In dem zweiten Prolog schreibt Castelar, dass das Buch „La Fórmula del Progreso ein Propaganda-Buch ist“, „ein Ideal, ein Kommentar zu dem ersten Titel unserer Verfassung (1869)“ und es darauf abzielt, „die Individualrechte und das allgemeine Wahlrecht zu verteidigen“. Bereits im Epilog beschreibt Castelar selbst seine Arbeit als „unvollkommenste Broschüre“, obwohl er sie als „Prolog zu einem Werk, das ich über die rationalen und historischen Grundlagen der modernen Demokratie zu schreiben gedenke“. Nach dem Lesen von La fórmula del progreso ist es klar, dass Castelar argumentiert, dass diese Formel in der Demokratie verkörpert werden könnte, und zwar verstanden als eine kohärente politische Anwendung der Werte des Christentums, solange sie das Naturrecht und das Prinzip der Selbstverwaltung der Gesellschaft garantiert. Gleichzeitig versteht er den kontinuierlichen Weg zur Freiheit als einen evolutionären Prozess ohne Unterbrechungen, was ihn von anderen republikanischen Optionen, die anfällig für staatliche Eingriffe in arbeitsrechtlichen Fragen sind, abhält.
Das Buch endet mit einer Auswahl von acht nicht allzu bekannten Reden von Emilio Castelar, die er zwischen 1859 und 1892 hält. Sie behandeln Themen wie Sozialismus, die Idee des Fortschritts, die Freiheit der Arbeit, zugunsten der Republik als eine Regierungsform, die Verteidigung der Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien, die Verteidigung des allgemeinen Wahlrechts, soziale Angelegenheiten, den bewaffneten Frieden in Europa und den Sozialismus und die Sozialisten. All diese Reden bestechen durch eine bemerkenswerte Überzeugungskraft – die Eloquenz des Redners aus Cadiz ist unumstritten. Dies ist aber eine umstrittene Angelegenheit, weil nicht wenige der Meinung sind, dass ihnen Originalität und Inhalt fehlen, dass sie auf sehr oberflächliche Themen aufgebaut, dafür aber mit einer großen Zahl von literarischen dekorativen Floskeln ausgeschmückt seien, was aber das Publikum amüsiere. Auf jeden Fall ist es gerecht zu erkennen, dass Castelar eine politische Botschaft zu vermitteln hatte und er zutiefst überzeugt war und sich mit seinen von ihm vorgeschlagenen Ideen identifizierte. Das bedeutet, dass eine ethische Kohärenz zwischen seiner Lebensphilosophie, seinen politischen Ideen und seinen Worten bestand.
Herzlichen Glückwunsch noch einmal an Dr. Monereo für seine erstaunliche wissenschaftliche Arbeit, die all unseres Lobes würdig ist. [Recibida el 19 de mayo de 2013].



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